08:15
18°
TWS9 knTWA54°
All trips
0:0012:25
@camelot
max 19° 21°

26 August 2026

Anholt → Tunø

Distance
60.9 nm
Under way
12:25 h
Top speed
7.7 kn

Um Viertel nach acht werfen wir die Leinen los und verlassen Anholt — kurz läuft der Motor an, um uns aus dem Hafen zu manövrieren, dann ist er nach knapp zehn Minuten schon wieder aus. Die Segel gehen hoch, Großsegel und Genua, und wir fallen in einen schönen Halbwindkurs gen Südwesten. Der Südostwind bringt uns 11 bis 13 kn, das Boot legt sich leicht auf die Seite, und so schleifen wir entspannt durch einen klaren Morgen über den Kattegat.

Gegen Mittag dreht der Wind auf Nordost, und damit liegt er plötzlich achtern — wir fieren die Segel und nehmen was der Wind anbietet. Tunø liegt noch gut 40 nm vor uns, alles Südwest, und genau dahin schiebt uns der Wind jetzt. Zum Mittagessen gibt es Köttbullar an Bord, ein Gericht, was hier schon lange erwartet wurde.

Der Ostwind bleibt uns treu, doch ab und an bläst er in Böen bis zu 22kn, aus dem sanften Gleiten wird ein ordentliches geschaukel auf Raumwindkurs. Am späten Nachmittag passieren wir Samsø — die Insel sieht in diesem Abendlicht wirklich wunderschön aus. Direkt vor dem Hafenbecken nehmen wir die Segel runter, und gegen halb neun liegen wir fest.

Tunø ist eine kleine, autofreie Insel in der Aarhus Bucht — ruhig, flach, weitgehend landwirtschaftlich geprägt. Ihr Leuchtturm sitzt ungewöhnlicherweise im Kirchturm der Tunø Kirke und markiert damit gleichzeitig die engen Durchfahrten westlich und östlich der Insel. Ein wirklich langer Tag, gute 60 nautische Meilen und der Wind hat mal wieder mitgespielt von der ersten bis zur letzten Stunde.