12:02
16°0.0 kn
TWS5 knTWA12°
All trips
0:009:18
@camelot
max 18° 20°

28 July 2026

Bänö ön → Storlandet

Distance
38.9 nm
Under way
9:18 h
Top speed
6.9 kn

Kurz nach zwölf legen wir in Bänö ab und motoren südwärts durch die Schären. Der Wind kommt aus West, aber er ist zu schwach und zu unbeständig, um sofort die Segel zu setzen — gelegentlich bläst er auf, dann liegt er wieder flach. Das Wasser ist spiegelglatt, 16 Grad Luft, der Himmel dicht bewölkt. Nacheinander passieren wir drei Leuchttürme: Sottunga Rödgruno, Sånökubb und Ljungö, alle querab zu Backbord. Bis die Segel endlich hochgehen — Großsegel und Genua — ist gut eine Stunde vergangen.

Der Motor geht aus, die Segel stehen, und sofort wird klar, was vor uns liegt: Kurs West, Wind aus West — das wird ein Kreuzkurs. Wir schlagen uns durch enge, gewundene Gewässer Wende um Wende vorwärts, das Boot legt sich dabei lebendig auf die Seite, bis zu 15 Grad Schräglage. Varpholm lassen wir auf der anderen Seite passieren. Es geht voran, wenn auch nicht geradeaus.

14:56

Nach gut einer Stunde läuft der Motor wieder an, und der Wind dreht ein Stück auf Nordwest — das nimmt etwas Druck vom Bug, ein leichter Vorwindwinkel bringt uns auf einen freieren Kurs gen Südwest. Gleichzeitig reißt die Wolkendecke auf. Irgendwo zwischen den Manövern durch die verzweigten Fahrwasser hat die Backskiste Bolognese produziert — gut so, denn der Nachmittag braucht noch Reserven. Rönngrund querab an Steuerbord, dann geht es weiter.

Am frühen Abend — die Sonne steht noch hoch, hier oben geht sie erst spät unter — frischt der Wind unverhofft auf. Flaute war angesagt, stattdessen bläst es aus West mit Böen bis 22 kn. Kurs West, Wind aus West: wieder am Wind, diesmal mit Schmackes. Das Boot legt sich ordentlich, 17 Grad Schräglage sind keine Seltenheit, und die kurze, steile Welle macht die Sache etwas ruppig. Wir wechseln von der Genua 2 auf die Genua 1 — oder umgekehrt, je nachdem, was der nächste Schlag verlangt. Querab passieren wir den Leuchtturm Fyrbåken Fästorna, seit 1856 in Betrieb. Zwei Schläge, dann ist dieser Abschnitt durch.

Robbe gesehen!

Mit dem nächsten Schlag kommt der Richtungswechsel: Der Wind fällt in sich zusammen, und wir lassen die Segel fallen. Der Motor übernimmt für den langen Abendschlag gen Nordwest nach Storlandet — gut 14 nm noch, ruhiges Wasser, der Himmel klar. Nacheinander kommen Marhällan, Tvibenan und Yttre Korsö vorbei. Gegen halb zehn laufen wir Storlandet an und machen fest. Ein voller Seetag, und der Abend gehört uns.