Heute ist kein schöner Segeltag, aber ein Ereignisreicher. Gleich 3 mal zeigen sich einige Ozeanbewohner. Eine Robbe gleich im Hafenbecken und immer mal wieder Schweinswale verteilt auf unserer heutigen Tour. Das Ziel steht anfangs noch nicht fest. So weit wie möglich Richtung Kiel ist der grobe Plan.
Kurz nach neun legen wir in Kolding ab, gut 23 nm liegen heute vor uns. Noch im Fjord laufen die gut und modern bebauten Uferkanten an uns vorbei. Der Wind kommt mit kaum mehr als 2 bis 6 kn aus Süd. Schon direkt nach dem Segel setzen regnet es sich ein. Aufgrund der eher ungünstigen Wettersituation entscheiden wir uns dazu, ein Stückchen unter Motor zu fahren.
Nachdem wir den Koldingfjord verlassen und wieder im Kleinen Belt sind, frischt es merklich auf: Der Wind frischt auf bis you 15kn auf, dazu ziemlich große Mengen Regen. Wir liegen jetzt raumschots auf Südostkurs, der Wind steht schön querab, und die Camelot zieht vorbei an den kleinen unbewohnten Inseln Fænø und Brandsø.
Als wir an der Insel Bågø vorbeiziehen, bahnt sich schon wieder etwas am Horizont an. Es ist bereits die 3. Gewitterzelle des Tages, die genau unseren Weg kreuzt. Doch was sich am Himmel zusammenbraut, gefällt uns gar nicht, und wir entschließen uns lieber, den nächsten Hafen anzulaufen und das Wetter abzuwarten. Glücklicherweise liegt genau querab Assens. Wir nutzen unser Glück und legen fix an – ein alter Fährort mit Werftgeschichte – ein ruhiger Hafen, in dem man diesem unberechenbaren Wetter gut entkommen kann. Hinter uns flüchten sich noch zwei weitere Segelboote fix in den Hafen.
Beim Anlegen passiert uns ein kleines Malheur. Die vorbereiteten Festmacher an Achten rutschen durch. Die Dalben haben wir gut erwischt, nur leider nun ohne Leine! Zum Glück ist der Steg nicht gerade voll. Wir legen also zwischen den Dalben längsseits am Steg an. Nochmal gut gegangen…