Um halb vier legen wir ab — die Genua ist gesetzt, der Motor läuft, Motorsegeln also, nordwärts durch den Stockholmer Schärengarten. Knappe 12 nm liegen vor uns bis Stämmarsund auf Blidö. Die Luft ist mild bei 15 °C, der Himmel bedeckt, das Wasser fast flach — kaum mehr als ein leichtes Dünung-Rollen unter dem Rumpf. Der Wind kommt unentschlossen aus Nordost, mal eine Flaute, mal kurze Böen bis 17 kn, und drückt die Camelot gelegentlich etwas auf die Seite, aber nichts Ernstes.
Unterwegs passieren wir die Insel Finnhamn mit Jolpan und steuerbords die beiden Leuchtfeuer Ålandskobb und Ålandsgrund — die übliche Wegmarken dieser Gewässer, die man irgendwann einfach kennt. Kurz vor dem Einlaufen fängt es an zu regnen, pünktlich genug, dass wir froh sind, gleich anzulegen. Der Gästesteg ist voll belegt, wir finden aber einen Platz längsseits an einem zweiten Steg — passt auch. Den Abend verbringen wir im anliegenden Restaurant: gutes Essen, Livemusik, nette Gesellschaft. Nicht schlecht für einen grauen Nachmittag.